Mari
Mari
Autor: Easterine Kire
Impressum: Borkenweber
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Überarbeitete Ausgabe
Ich schlage das Tagebuch langsam auf. Die kindliche Kritzelei eines jungen Mädchens füllt die Seiten, und während ich weiterlese, bin ich fast wieder dieses Mädchen. Sorglos, unschuldig und ohne zu ahnen, wie der Krieg mein Leben für immer verändern würde. Wieder einmal werde ich unwiderstehlich hineingezogen in diesen verrückten Strudel aus Leben, Sterben und Lieben. Das war der Krieg, den ich kannte. Damals hatte ich gedacht, das Leben beginne mit siebzehn. Und dass das Leben im Frühling beginne. Und die Welt war grün vom jungen Grün neuer Pflanzen, die Hügel allabendlich in leichten Nebel getaucht und die Nächte samtig von den Liedern Bing Crosbys. Wie wenig ich doch damals vom Leben wusste.
Kohima. 1944. Die Japaner marschieren in Indien ein, das Leben ändert sich über Nacht und die siebzehnjährige Mari und ihre jüngeren Schwestern werden aus ihrem Zuhause evakuiert und vom Rest ihrer Familie getrennt.
Obwohl sie ihrem Verlobten und Lebensgefährten Vic, einem Soldaten der britischen Armee, nachtrauert, sind Mari und ihre Schwestern gezwungen, von Dorf zu Dorf zu fliehen, auf Feldern zu kampieren, Kräuter zum Essen zu sammeln und Schutz vor Bomben und Kugeln zu suchen, bis der Wahnsinn vorüber ist.
Eine einfühlsame Nacherzählung einer wahren Geschichte. „Mari“ erzählt auch die Geschichte von Kohima und seiner Rolle bei der historischen japanischen Invasion Indiens 1944. Easterine Kire lässt eine einfachere Zeit an einem vergessenen Ort wieder aufleben, der vom Krieg verwüstet wurde, bevor er vom Rest der Welt wahrgenommen wurde.

